Hamburger-Telemann-Gesellschaft e.V.

Veranstaltungen

12. März 2026, 18:00 Uhr

La Petite Musique de Chambre – Georg Philipp Telemann zum 345. Geburtstag

La Petite Musique de Chambre widmete Georg Philipp Telemann 1716 der HAUTBOIS und den Frankfurter Freunden und Oboenvirtuosen François le Riche und Michael Böhmen.
Dieses beliebte Werk kammermusikalischer Musizierfreude wurde 1728 in Hamburg in einer zweiten Auflage im Telemannschen Verlag erneut gedruckt.
La Petite Musique de Chambre ist Titel des Programms, das sich der Vielfalt der Blasinstrumente in Telemanns Kammermusik widmet.
Birgit Bahr präsentiert die Barockoboe in Telemanns Werken und lässt Oboe da Caccia und Oboe d’Amore in Kompositionen der französischen Kollegen Boismortier und Blavet erklingen. Das Cembalo, meist ständiger Begleiter barocker Sonaten, wird bei Telemann und Boismortier zum concertierenden und damit gleichberechtigten Soloinstrument. Anke Dennert spielt auf einem Cembalo nach Blanchet, Paris 1737.

Museumskonzert im Telemann-Museum im KomponistenQuartier

25. April 2026, 18:00 Uhr

Venezianisches Rendezvous – der Farinelli des Nordens

Filippo Finazzi zum 250. Todestag
Sinfonien – Cantaten – Sonaten – Arien

Er sang sich an der Gänsemarktoper in die Herzen der „Adelichen, als auch angesehensten Bürgerlichen Häuser“, gab Musikunterricht und komponierte: Filippo Finazzi, 1705 als Sohn eines Juristen bei Bergamo geboren, wurde in Rom, Neapel und Venedig in Gesang ausgebildet und feierte Erfolge als Soprankastrat in Vivaldis Opernaufführungen. Mit der berühmten Operntruppe Mingotti bereiste er den Norden und kam 1744 nach Hamburg.
Sein bewegtes Leben gipfelte im Alter von 52 Jahren in einer anrührenden Liebesgeschichte: In seinem späteren Wohnsitz in Bargfeld/Jersbek (Kreis Segeberg) lernte er eine junge Witwe kennen, die ihn „mit der größten Zärtlichkeit“ pflegte, als er sich beide Beine gebrochen hatte. Drei Jahre später hielt Finazzi um ihre Hand an. Der Sülfelder Pastor jedoch lehnte die Trauung des Soprankastraten aus religiösen Gründen ab. Deshalb bat Finazzi den Syndicus und späteren Bürgermeister der Stadt Hamburg, Nikolaus Schuback, um Hilfe, so dass das Paar zwar nicht in, aber immerhin neben der St. Nikolai-Kirche in Hamburg-Moorfleet von Pastor Klefeker getraut werden konnte. 1776 starb Finazzi in Hamburg nach 15 Jahren Ehe an einem Schlaganfall und wurde auf dem Friedhof von Sülfeld begraben.
Finazzis sechs Sinfonien sowie zahlreiche Arien und Cantaten – allesamt bislang unveröffentlicht – zeugen von der umfassenden Musikalität dieses Ausnahmesängers, der den Glamour von Italiens Opern nach Hamburg brachte.

Konzert in St. Nikolai, Moorfleet, Moorfleeter Kirchenweg 64

19. Juni 2026, 19:00 Uhr

Venezianisches Rendezvous – der Farinelli des Nordens

Konzert zum 250. Todestag

Er sang sich an der Gänsemarktoper in die Herzen der „Adelichen, als auch angesehensten Bürgerlichen Häuser“, gab Musikunterricht und komponierte: Filippo Finazzi, 1705 als Sohn eines Juristen bei Bergamo geboren, wurde in Rom, Neapel und Venedig in Gesang ausgebildet und feierte Erfolge als Soprankastrat in Vivaldis Opernaufführungen. Mit der berühmten Operntruppe Mingotti bereiste er den Norden und kam 1744 nach Hamburg.
Sein bewegtes Leben gipfelte im Alter von 52 Jahren in einer anrührenden Liebesgeschichte: In seinem späteren Wohnsitz in Bargfeld/Jersbek (Kreis Segeberg) lernte er eine junge Witwe kennen, die ihn „mit der größten Zärtlichkeit“ pflegte, als er sich beide Beine gebrochen hatte. Drei Jahre später hielt Finazzi um ihre Hand an. Der Sülfelder Pastor jedoch lehnte die Trauung des Soprankastraten aus religiösen Gründen ab. Deshalb bat Finazzi den Syndicus und späteren Bürgermeister der Stadt Hamburg, Nikolaus Schuback, um Hilfe, so dass das Paar zwar nicht in, aber immerhin neben der St. Nikolai-Kirche in Hamburg-Moorfleet von Pastor Klefeker getraut werden konnte. 1776 starb Finazzi in Hamburg nach 15 Jahren Ehe an einem Schlaganfall und wurde auf dem Friedhof von Sülfeld begraben.
Finazzis sechs Sinfonien sowie zahlreiche Arien und Cantaten – allesamt bislang unveröffentlicht – zeugen von der umfassenden Musikalität dieses Ausnahmesängers, der den Glamour von Italiens Opern nach Hamburg brachte. Im Konzert erklingt das berühmte Cembalo von Christian Zell, Hamburg 1728 aus der Sammlung des Museums.

Eintritt € 25,-/12,- Karten an der Abendkasse – Reservierungen: info@telemann-hamburg.de
Museum für Kunst und Gewerbe

23. August 2026, 19:00 Uhr

Keiser und die Gräfin

Reinhard Keiser (1674-1739), einer der produktivsten Opernkomponisten seiner Zeit, komponierte rund 80 Opern und Singspiele, die überwiegend für das Haus am Gänsemarkt in Hamburg bestimmt waren. Er wirkte dort nicht nur als Komponist, sondern auch als Kapellmeister und Direktor. In diesem Konzert folgen wir ihm in die Hamburger Salons mit ihren Soireen, in denen Künstler um die Gunst – und vermutlich auch die finanzielle Unterstützung – der wohlhabenden Bürger und Adligen buhlten. 1713 veröffentlichte Keiser seine Divertimenti Serenissimi für Gesang und Basso continuo, die er der schönen und umschwärmten Gräfin Aurora von Königsmarck widmete. Im Vorwort offenbart er, dass auch er ihr verfallen war…

Kerstin Dietl, Sopran
Simone Eckert, Viola da gamba
Ulrich Wedemeier, Laute
Anke Dennert, Cembalo

Eintritt: € 20.-/ 15.-,
Karten an der Abendkasse oder unter hamburger-ratsmusik@t-online.de

Lichtwarksaal, Neanderstr. 22

24. September 2026, 19:00 Uhr

Telemanns Freunde – elbwaerts UNTERWEGS

Das Programm beleuchtet in Texten und Musik das Thema Freundschaft im 18. Jahrhundert, das zu Telemanns Lebzeiten im Jahrhundert der großen sozialen Umbrüche an Bedeutung gewinnt.

Werke von G.P. Telemann, J.S.Bach, G.F. Händel, J.W. Hertel

Peter Bieringer, Rezitation
Iris Maron, Barockvioline
Simone Eckert, Viola da gamba
Anke Dennert, Cembalo
Ulrich Wedemeier, Laute

Karten an der Abendkasse oder unter hamburger-ratsmusik@t-online.de
Eintritt: € 10.-/5.-

Aula der Gelehrtenschule des Johanneums, Maria-Louisen-Str. 114